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Wahnsinn aus Heimweh

 

Extra   Fotos monsun theater

1910: Amerika-Rückwanderer in der Anstalt Friedrichsberg. Eine Dokufiktion.
       

PREVIEW im monsun.theater:
In szenischen Einblicken und Ausschnitten stellt sich die Produktion „Wahnsinn aus Heimweh“ vor, die ab dem 30. November 2018 als theatraler Parcours in den Räumen des Medizinhistorischen Museums Hamburg auf dem Gelände des UKE in Eppendorfzu sehen ist.

Zum Stück:
„Gebt mir Eure Müden, Eure Armen, Eure geknechteten Massen“ – so lautet seit 1886 der Ruf der amerikanischen Freiheitsstatue in die Welt. Als ihm auch zwischen 1900 und 1914 tausende Auswanderer folgen, kommt allerdings nicht jeder an ihr vorbei. Die Beamten der Immigrationsbehörde verhindern an der US-amerikanischen Grenze die Einreise hunderter Glückssuchender oder weisen sie nachträglich aus; einige von ihnen mit der Begründung, „geisteskrank“ zu sein. Laut damaligem Einwanderungsgesetz dürfen u.a. „idiots, imbeciles, feeble-minded persons, epileptics, und “people with two or more attacks of insanity“ die USA nicht betreten – egal ob ihnen zu Recht oder Unrecht eine geistige Krankheit unterstellt wird. Die Schifffahrtsgesellschaften bringen diese Abgewiesenen zurück in ihre Heimatländer – und der Weg führt sie zunächst nach Hamburg, in die – damals noch sogenannte – Irrenanstalt Friedrichsberg.
Die Schicksale der „geisteskranken Rückwanderer“ – wie sie in den Akten genannt werden – sind vielfältig und wurden durch die Friedrichsberger Ärzte in den Krankenakten festgehalten. Diese lagern noch heute im Archiv des Universitätsklinikums Hamburg. Basierend auf den Dokumenten hat sich ein Team von Theaterschaffenden an eine dokufiktionale und vielstimmige Inszenierung im Medizinhistorischen Museum Hamburg gemacht. Kunst, Geschichte und Wissenschaft gehen Hand in Hand, um in diesem Konvolut aus unerzählter Migrations-, Psychiatrie- und Stadtgeschichte von Schicksalen besonderer Dimension zu erzählen – von denen, für die Hamburg kein Tor zur Welt war, sondern ein Warteraum auf dem Weg zurück in eine Heimat, die sie nicht mehr wollte.
In einem anschließenden Gespräch freuen sich die Mitwirkenden über Ihre Fragen und Anmerkungen.

Gefördert durch den Elbkulturfonds und den dreijährigen Projektetat des monsun.theater - unterstützt durch die Claussen-Simon-Stiftung. In Kooperation mit dem Medizinhistorischen Museum Hamburg und dem monsun.theater. Supported by Probebühne im Gängeviertel.

 

Spiel
Pablo Konrad y Ruopp
Paul-Louis Lelièvre
Benjamin-Lew Klon
Alina Manoukian
Milena Straube
Lisa Ursula Tschanz

Text & Recherche
Anne Rietschel

Kostüm
Louise Tresvaux du Fraval

Raum
Ute Radler

Puppen
Cora Sachs

Produktionsleitung
Anne Rietschel
in Kooperation mit dem monsun.theater

Sound
Nourdin Ghanem

Licht
Sabrina Münzberg

Presse
Ulrike Steffel

Grafik
Kevin Visdeloup

Wissenschaftliche Beratung
Dr. Stefan Wulf

Regie
Cora Sachs
Anton Krause

Preview im monsun.theater
Sonntag
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25.11.2018
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19:00 Uhr
 
 
       
     
VVK 13,90 € І 10,40 € · AK 14,50 € І 11,00 €
       

Vorstellungen im Medizinhistorischen Museum Hamburg
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) Martinistraße 52
Freitag
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30.11.2018
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20:00 Uhr
 
Premiere  
Samstag
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01.12.2018
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20:00 Uhr
 
   
Sonntag
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02.12.2018
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20:00 Uhr
 
   
Freitag
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07.12.2018
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20:00 Uhr
 
   
Samstag
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08.12.2018
|
20:00 Uhr
 
   
Sonntag
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09.12.2018
|
20:00 Uhr
 
   
       
       
VVK · AK 30,00 € | 20,00 € І 15,00 €