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Prinzenpack!

 

Jugend [13+] Fotos monsun theater

   

Gregor und Marek haben sich gewehrt. Dass die Schlägerei eine Anzeige nach sich zieht, macht die beiden wütend, weil ihre Gegner sie als »schwule Schwanzlutscher« beschimpft haben und meinten, sie gehören »vergast«. Die beiden sind seit drei Monaten ein Paar. Seit ihrem »Outing« wird ihre Beziehung auf die Probe gestellt. Marek hat seine streng katholische Familie für Gregor verlassen und ist zu seinem Onkel gezogen. Gregor musste seiner damaligen Freundin gestehen, dass er einen Jungen liebt und im Sportstudio einige Sprüche einstecken. Auch in der Schule sorgen sie für reichliche Lästereien. Gregor und Marek beschließen: Raus aus der Verteidigungshaltung, rein in die Offensive! Ein Wagnis! Ein zweites »Coming Out«, die Hose runterlassen. Prinzenpack! ist ein selbstbewusstes, lustiges, durchgedrehtes Stück, das zum Dialog einlädt. Im besten Sinne emanzipatorisch. Ein Stück über das Schwulsein, Frauen-/Männerbilder, über Scham, Träume, Liebe und das Leben.

Gefördert durch die Hamburgische Kulturstiftung und die Rudolf Augstein Stiftung.

 

Spiel
Andre Grave
Quintus Hummel

Text
Michael Alexander Müller

Regie
Johannes Nehlsen

Donnerstag
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23.05.2019
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19:00 Uhr
 
Premiere  
Freitag
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24.05.2019
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19:00 Uhr
 
   
Samstag
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29.06.2019
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19:00 Uhr
 
   
Sonntag
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30.06.2019
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19:00 Uhr
 
   
       
       
VVK 13,90 € І 6,00 € · AK 14,50 € І 6,50 €
       
     

Pressestimmen:

Hamburg Theater, Birgit Schmalmack, 10.05.2019

Keine Opfer!

Es hat Soff gegeben und Gregor (Quintus Hummel) hat zugeschlagen. "Wir sind eben keine Opfer," meint er zu seiner Verteidigung. Eine Anzeige habe er jetzt am Hals, wirft ihm sein Freund (Andre Grave) vor. Wie ein Friedensengel wirkt der junge Mann mit der tief in die Stirn gezogenen schwarzen Kapuze seines Hoodies und seiner zum Sprung bereiten Körperhaltung nicht gerade. Als er dann noch seinen Freund mit einem heftigen Schwung auf eine der Schultische wirft, dürften sich viele der Zuschauer schon ein erstes Bild des aggressiv auftretenden Mannes gemacht haben. Doch das ist nur einer der geschickten Schachzüge des Autors Michael Müller für "Prinzenpack". Denn eigentlich geht es hier um eine Liebegeschichte, um zwar um die zwischen zwei jungen Männern, 
Das "Prinzenpack" packt die Zuschauer unter der Regie von Johannes Nehlsen bei ihren Vorurteilen und das ganz hautnah. Die Schauspieler setzen sich auf die Schultische, krabbeln zwischen den Beinen der Zuschauer hindurch, trommeln auf die Tischplatten und huschen immer wieder durch den engen Klassenraum. Vor ihren Einfällen sind die Zuschauer nie sicher. Langweilig wird es so auf keinen Fall. Nur mit einem Overheadprojektor und einer Lautsprecher erzählen die Beiden von ihrem Coming Out. Im Fitnessstudio lernten sie sich kennen. Für Marek war die Sache gleich klar, doch Gregor versuchte zunächst seine Gefühle auf die Mainstreampfade zu schicken. Er schwärmte lautstark von seiner Traumfrau Yasmin. Diese sorgte für einen vollen Terminplan, in dem für das Fitnessstudio kein Platz und er vor Marek erstmal sicher war. Doch mit der Lüge lässt sich auf Dauer nicht leben und auch keine ernste Beziehung gestalten. So fanden die beiden Männer doch noch zueinander. 
Die beiden jungen Schauspieler bestätigen keines der Vorurteile, die über Homosexuelle gerade unter Jugendlichen kursieren mögen. Sie sind tuff, cool und smart. So erreichen sie mit ihrem unaufgesetzten, lebensnahen Spiel, dass sich im anschließenden Nachgespräch ein intensiver Austausch über Liebe, Lebensziele, Beziehung und Geschlechtervorstellungen entwickeln kann. So kann Theater sein: kurz, intensiv, packend, anregend und ergreifend.
Das Stück kann für Schulklassen gebucht werden oder am 23. und 24.5. im Monsuntheater erlebt werden.