MIRADAS
Hier zertanzen, vertonen und komponieren 25 Studierende Wutmomente und Hoffnungsszenarien. Angelehnt an das Stück „HOPE” im Thalia Theater und Auszügen aus dem Roman Auerhaus, findet das Studieensemble eigene Zugänge für Rezipient:innen und Bühne. Mit Risiko und Irritation wird künstlerisches Handeln in Zeiten gesellschaftlicher Dauerkrisen untersucht.
fucking beautiful
Wir existieren mittlerweile fast alle in mehreren Räumen. Im realen Leben und im digitalen Leben. Vielleicht sind wir alle schonmal beim scrollen auf Videos der Welnessculture gestoßen. Es wird Zeit sich auf sich zu konzentrieren, seinen eigenen „Peace zu protecten“, sich sein Leben zu manifestieren, für die eigene Gesundheit ins Gym zu gehen (natürlich nicht einfach um Hot auszusehen). Mindfulness, longevity, self-care, gut-health, holistic-healtg, clean-eating....
Unter dem Branding der Selbstfürsorge, wird ein kapitalisitsch geprägter Lebensstil propagiert, in dem es vor allem vordergründig ist, sich nur noch mit sich selbst zu beschäftigen und sich in das unpolitische, individuelle Zurückzuziehen. Aber wer sind wir, wenn wir alleine sind?
Zwölf junge Performer:innen dekonstruieren Körper- und Stimmtexte, entwickeln eigene Songs und Choreografien und schreiben damit ihre jeweils eigene Komposition. Sprache wird als lebendiger Organismus verstanden, der sich fortwährend transformiert. Das Projekt erforscht Praktiken des „Sich-Riskierens“ auf der Bühne – ästhetisch wie gesellschaftlich.
Mit „fucking beautiful“ realisiert die neu gegründete studiCompagnie des monsun.theaters unter der künstlerischen Leitung von Dr. phil. Alina Gregor eine performative Inszenierungskomposition in Anlehnung an den Theatertext von Lili Roesing.
Dank an Noah Holtwiesche, Dina Polus und Jana Roesing.