UMKÄMPFTE ZONE

© G2 Baraniak

Von Clemens Mädge nach dem gleichnamigen Roman von Ines Geipel

Premiere:  Donnerstag, 17. Februar 2022 | 20:00 Uhr
Dauer: 01:30 | keine Pause
Ort: monsun.theater Gaußstraße | Gaußstraße 149, beim Vivo Center | 22765 Hamburg
Livestream - monsun.digital
Karten: Sitzplatz 13,00 € - 25,00 € | monsun.digital 8,00 € - 18,00 €

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„...aus der Belastung des Nationalsozialismus in eine neue Belastung hineinarbeitet (...): die Eltern sehr früh Kommunisten, mein Vater tatsächlich, würde ich sagen, als ein kalter Krieger. Mir geht es überhaupt gar nicht um irgendeine Art von Vorwürflichkeit. Es ist ein sehr persönliches Buch und von daher geht es mir vor allen Dingen um die Frage des Gewordenseins.”
– Ines Geipel, Deutschlandfunk 02.03.2019 –
Umkämpfte Zone – Trailer

In ihrem Roman „Umkämpfte Zone. Mein Bruder, der Osten und der Hass“ setzt sich die Autorin Ines Geipel sowohl mit ihrer eigenen (Familien-) Geschichte als auch mit der Geschichte der DDR auseinander. Zwischen Kindheitserinnerungen, Aufarbeitung der Nazi Vergangenheit ihrer Großeltern, der Spionagearbeit ihres Vaters für die Stasi im Westen und dem Tod ihres Bruders, versucht Geipel herauszuarbeiten, wieso der Osten Deutschlands so anfällig für rechtes Gedankengut werden konnte.

Intime Betrachtungen von autobiographischen Erlebnissen der Autorin, die Auseinandersetzung mit Gewalt, Krankheit und Tod werden immer wieder verwoben mit gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen seit der Nachkriegszeit. Erinnerungskultur wird so persönlich wie schmerzhaft, analytisch und multiperspektivisch in ihrer ganzen Ambivalenz greifbar.

Geipels Werk ist Ausgangspunkt, Archiv und Leitfaden, um sich mit dieser Unmittelbarkeit von Wahrnehmung in verschiedenen zeitlichen sowie privaten und gesellschaftlichen Kontexten auf der Bühne auseinanderzusetzen und gleichzeitig einen Blick auf die gesamtdeutsche Gegenwart zu werfen. 

„Die Unversöhnlichkeit ihrer Geschichte in eine ebenso unversöhnliche Ästhetik zu übertragen, das macht „Umkämpfte Zone“ zu einem wirklich großen Theaterabend.”
– Falk Schreiber (Nachtkritik) –
„Der Theaterabend könnte kaum brisanter sein, in einer Zeit, wo viel von der Spaltung die Rede ist, wo sich eine neue Rechte formiert, der Antisemitismus wächst.”
– Peter Helling (NDR 90,3) | Kulturjournal –
„Wie Kathrin Mayr das sehr unaufgeregt, sehr sachlich mit ihren drei hervorragenden Schauspielerinnen auf die Bühne bringt, stellt Fakten klar und erzählt weniger Geschichten als vielmehr Geschichte.”
– Birgit Schmalmack (hamburgtheater.de) –

Kathrin Mayr und Clemens Mädge erhielten zuletzt den Theaterpreis Hamburg – Rolf Mares 2020 in der Kategorie „herausragende Regie und herausragende Dramaturgie“.

Eine Eigenproduktion des monsun.theaters gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg.
Aufführungsrechte: Klett-Cotta Verlag, Stuttgart

© G2 Baraniak
Text
Dramaturgie
Sounddesign
Schlagzeug
Videodesign
Frederik Werth
Licht
Tim Passgang
Verena Gerjets
Ton
Béla Hüsges
Kamera
Streaming
Jonas Fülscher
Martin Hüsges
Kianosh Kinz
Bühne
Produktionsleitung
Bildregie
Regie