„Was sollen wir machen, wie wachen wir auf?… Wir schlafen so fest, nichts kommt an uns ran.… Gehen wir’s nicht an, geht es nicht weg... Doch heute ist die Nacht der Stürme…”
Viele Stimmen, Musik, Tanz, Text – eine Nacht, ein Sturm, es ist 04:18 Uhr in der Nacht, zerrissen zwischen Ängsten, Sehnsüchten und gesellschaftlichem Druck, sie finden einfach keinen Schlaf: Menschen, die fragen, suchen, finden, erkennen und teilen. Es ist der Versuch, mitten im Chaos der Welt etwas Verbindendes zu schaffen. Jeder Schritt, den wir gemeinsam gehen, bringt uns näher zueinander.
Ein Theatermoment über Einsamkeit, Sehnsucht, Gemeinschaft und die Frage: Wie viel Chaos braucht es, um wieder Mensch zu werden?
Das monsun.theater lädt mit seiner neuen Eigenproduktion zum Fest der Empathie ein und feiert zugleich sein 45-jähriges Jubiläum.
Die Aufführungsrechte der deutschen Übersetzung „Sollen sie doch Chaos fressen“ (Übersetzung: Johanna Davids) von Kae Tempests „Let Them Eat Chaos“ (Rechte: Domino Publishing Company Ltd., London) liegen beim Suhrkamp Theater Verlag, Berlin.
Eine Eigenproduktion des monsun.theaters in Kooperation mit der Tanzkompanie SZENE 2WEI wird gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg.
„In Hüsges Umsetzung, zu der William Sánchez H. die Choreographie erschaffen hat, bleibt die Hoffnung auf Gemeinschaft in unsicheren Zeiten, die Tempest in ihrem Gedicht andeutet, eine vage, zufällige und fragile. Sie ist gefährdet und bedarf des stetigen Engagements aller, um der Vereinzelung entgegenzuwirken. Es ist ein anspruchsvoller Abend geworden, an dem viele Elemente zusammenkamen. Die gesprochenen rätselhaften Texte, die innovativen Kompositionen, der vereinnahmende Gesang, die beiden Tanzensembles mit Laien und Profis, die kraftvolle Percussion und eine Choreographie, die Menschen wie zufällig durch die Nacht trieb. Viele Eindrücke bleiben am Ende. So wurde diese Arbeit auch zu einem Sinnbild für eine zerstückelte Welt aus vielen einzelnen Personen, Problemen und Fragen, die sich einer Gesamtantwort versperren.”
– Birgit Schmalmack, hamburgtheater, 15. November 2025 –